In Mesopotamien nahm die menschliche Zivilisation einen ihrer Anfänge. Die Überreste erster Siedlungen können auf vor
9000 v. Chr. zurückdatiert werden. Im 3. Jahrtausend entstanden die ersten Stadtstaaten, Bronze wurde verarbeitet und
die Keilschrift entwickelt. Da Mesopotamien sehr regenarm war, spielten Bewässerungssysteme schon früh eine
wichtige Rolle und führten zur Entstehung zentralistischer Reiche im Zweistromland. Nachdem die
Herrschaft der Sumerer und Akkader mit dem Niedergang der 3. Dynastie von Ur ihr Ende fand,
formierten sich aus den Stadtstaaten die Reiche Babylonien und Assyrien.
Herodot (etwa 485-425 v. Chr.), der Vater der Geschichtsschreibung und auch sachkundiger
Dokumentarrist der Geschichte der Skythen und Perser, nannte jenes Babylon,
das dank des legendären Turmbaus noch heute Sinnbild menschlicher
Hybris ist, Hure und Weltstadt in einem.
Und Diodor (etwa 80-29 v. Chr.),
der kenntnisreiche Historiker der Frühgeschichte der Völker
zwischen Kaspischem Meer und Mittelmeer, Schwarzem Meer und Golf, soll
einer der größten Bewunderer der hängenden Gärten
gewesen sein, jener ebenso kunstvollgigantischen wie überaus nützlichen,
wegen Kühles spendender Dachkonstruktion, die zu den Sieben Weltwundern
des Altertums zählen, von Nebukadnezar 11. (605-562 v. Chr.) erbaut
wurden, jedoch fälschlicherweise immer wieder mit der assyrischen
Königin Semiramis in Verbindung gebracht werden.
Hinterlassene Anekdoten und Legenden, Geschichten und Überlieferungen zu einer Landschaft, die als die Wiege der Menschheit gilt. Keine Tempel oder ähnliche Bauwerke, vergleichbar den griechischen, bedecken diese Landschaft, keine riesigen Pyramiden künden von längst vergangenen Kulturen, keine ehemaligen Steinbrüche geben Auskunft über Gewesenes. Nur der Staub der Ebenen zwischen Euphrat und Tigris und vereinzelte Hügel, nur die Schroffheit der Berge und die Abgelegenheit der Täler keinesfalls also Objekte, an denen sich der Forschergeist hätte entzünden können.
Völker kommen und gehen, Staaten bilden sich herauas, expandieren, erleben Blütezeiten
und verschwinden wieder aus der Geschichte, als hätte es eis nie gegeben. Stämme
sind gewandert und ganze Völker über Tausende von Kilometern, verdrängt
von anderen oder auf der Suche nach günstigern Lebensbedingungen. Eines jedoch
ist immer geblieben-ein Raum, eine Landschaft, ein Siedlungengebiet. Davon kann man
ausgehen, wenn man nach den Anfängen oder Ursprüngen eines Volks sucht.
Dieser Raum -grobgestreckt zwischen drei Meeren und dem Golf- hat, wie kaum ein andere, Reiche entstehen und wieder zerfallen sehen, größte und zu ihrer Zeit einzigartige Kulturen sind erblüht und letztlich zerstört worden.
3500 Jahre vor dem Sagenhaften Mayas Mittelamerikas und dem Reich der Franken in Europa, 300
Jahre vor der Blützeit edr Römer, 150 Jahre vor der Hügelgräberkultur
Europas, also um etwa 3000 v. Chr.- die Weltkarte kannte noch keine Germanen, keine
hellennistischen Stattenbund-, zu beginn der Bronzezeit, siedelten im Süden Mesopotaniens
die Summerer, deren Herkunft weitgehend unbekannt ist. Sie gründen Stadten schaften
die erste hochkultur und erfunden die Keilschrift. Auf dem Höhepunkt diese Macht
(um 2350 v. Chr.) regiert der Summerische Herrscher über eine riesige Reich,
das bis ans Mittelmeer reicht.Von 2150-2050 v. Chr. unterwerfen die Gutäer, die
aus den Gebirgen östlich des Tigris in das Reich einfallen, die Sumer.
Assyrer
Um 2500 v. Chr. hat sich am Oberlauf des Tigris ein Volk angesiedelt, das als besonders kriegerisch gilt,
sich selbst und seine Hauptstadt nach seinem obersten Gott Assur -Krieges-, Schicksals- und Richtergott- benennt
und expandiert: Die Assyrer. Diese altassyrische Reich schließt um 1800 v. Chr. die kurdischen Berge bis zum
Van und Urmia-See im Norden ein und reicht im Süden fast bis Babylon.
Die Meder:
ein indioeuropäisches Viehzüchtervolk, das im nordwestlichen Iran in der Gegend des heutigen
Teheran und Aserbaidschan, in dem nach ihm benannte hochland Medien siedelt. Bereits im 9. Jahrhundert vor. Chr.
erwähnen assyrische Inschriften dieses Volk im Nordwesten, und auch Herodot gibt Auskünfte übe ihre Entstehung
und Ausdehnung. Demnach zerfällt in kürzester Zeit, auch unter dem Einfluss kriegerische Auseinandersetzungen mit
den Assyrern. Ein Medischer Staat bildet sich heraus, der nach Süden und Osten hin Stadt für Stadt erobert und
schließlich mit der Eroberung Nenaves 612 v. Chr. endgültig die Herrschaft der Assyrer auf dem Schauplatz Vorderasien
zerbricht. Und hier genau hier sind die Ursprünge der Kurden zu suchen
Die heutige kurdische Sprache deutlich Analogien zum Altmedischen aufweist. Die Meder sind die direkten Vorfahren die Kurden und die Großreich medische Prägung die erste und größte kurdische Statt der Geschichte ist.
ngesamt hat das medische Großreich knappe einhundert Jahre eine dominierende Rolle gespielt, dann wurde es vom persischen König Kyros II (gest. ca. 590 v. Chr.) erobert.
